Piz Lavarela – ehemals: Tamers Kofel

Die Lavarella ist ein Berg in den Südtiroler Dolomiten. Der Gipfel hat eine Höhe von 3.055 Metern über dem Meeresspiegel und befindet sich in der Fanes-Gruppe, einer Untergruppe der Dolomiten. Von dieser Dolomitengruppe ist die Lavarella ein mächtiger Gipfel an deren Westrand.

Die Lavarella ist von deren bekannten Nachbarin, der Cunturines-Spitze, durch die Lavarellascharte getrennt. Die Lavarellascharte liegt auf einer Höhe von 2.885 Metern über dem Meeresspiegel.

Westlich der Lavarella befindet sich St. Kassian (San Cassiano), womit der Gipfel der Hausberg dieses Ortes und mit seiner imposanten Höhe einer der bedeutendsten Gipfel des Gadertales ist. Auch von La Villa (Stern) und Petraces (Pedratsches), beides Fraktionen der Gemeinde Abtei (Badia), ist die Lavarella gut zu sehen.

Die unterschiedlichen Schreibweisen

Der Dolomitengipfel hat in der Vergangenheit bereits mehrere Bezeichnungen gehabt. Und auch heute noch wird die Lavarella in unterschiedlichen Schreibweisen abgedruckt. Die älteste Bezeichnung der Lavarella ist „Tamers Kofel“. Diese Bezeichnung ist von dem Berg in dem aus dem Jahre 1774 stammenden und von Peter Anich gefertigten Atlas Tyrolensis zu lesen. Der Gipfel kam zu diesem Namen aufgrund des gleichnamigen Hofes, welcher sich an der Westseite der Lavarella befindet.

Der heutige Name stammt aus den Flurnamen, die im Abteital in dieser Art unterschiedlich vorkommen. So wird die Lavarella teilweise auch „La Varella“ oder „Piz Lavarela“ genannt.

Aufstieg zum Gipfel

Den Aufstieg zum Gipfel der Lavarella kann man im Rautal beim Gasthof Pederü starten. Von hier geht es über einen breiten Fahrweg über eine Hangverflachung zur Alm Klein-Fanes. Auf der Klein-Fanes-Alm befindet sich unter anderem die Lavarellahütte, welche bereits auf einer Höhe von 2.040 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Wer möchte, kann hier übernachten, um den Aufstieg zum Lavarella-Gipfel nicht an einem Tag bewältigen zu müssen. Von Pederü zur Lavarellahütte sollte man etwa zwei Stunden Zeit einplanen.

Von der Lavarellahütte geht es zunächst über den Steig Nr. 12 ein anfangs nur wenig ansteigender Weg in südwestliche Richung zum Medesc-Joch. Das Medesc-Joch wird teilweise auch Lavarella-Joch bezeichnet und liegt auf einer Höhe von 2.530 Höhenmetern. Von der Lavarellahütte zum Medesc-Joch benötigt man ungefähr eineinhalb Stunden Gehzeit. Von hier aus geht es weiter, wo ein Wegweiser den Weg auf zum Gipfel weist. Über einen gut ausgebauten Steg kommt man zu einem flachen Hügel und schließlich zu einem steilen Felsgrat. Ab hier muss man dann klettern. Allerdings handelt es sich hier um eine kleine und leicht zu kletternde Route. Denn oben angelangt, geht es über einen breiten Geröllweg weiter, bis man an einer kaminartigen Felsrinne ankommt. Von hier geht eine etwas schwierigere Kletterroute nach oben zu einer Scharte, die sich bereits im Gipfelgrat befindet. Hier ist bereits das Gipfelkreuz zu sehen und auch problemlos zu erreichen.

Das Gipfelkreuz der Lavarella befindet sich auf dem Hauptgipfel. Von hier aus bietet sich ein hervorragender Blick unter anderem zur Sella- und Tofanagruppe und zur Marmolata.

Wer möchte, kann den Abstieg in genau umgekehrter Richtung machen. Alternativ kann man auch die Route über die Südseites wählen. Hierzu geht man vom Gipfelkreuz zu der Scharte zurück, über die man gekommen ist und geht am Grat zu einer größeren Gratsenke hinab. Wer möchte, kann hier zum 3.034 Meter hohen Westgipfel hinauf (Höhenunterschied nur etwa 35 Meter). Von der Senke führt ein markierter Steig in südlicher Richtung nach unten. Der Steig ist zwar relativ steil, kann aber problemlos überwunden werden, da dieser über Geröll und Schrofen führt. Wenn man an einer weiteren Senke angekommen ist, zweigt links ein Steig ab, welcher gut markiert ist und auf den Weg Nr. 11 im Groß-Fanes-Tal stößt. Über einen breiten Weg geht es zunächst nochmals mäßig hinauf zum Limojoch (Höhenunterschied zwischen Groß-Fanes-Tal und Limojoch etwa 70 Meter). Vom Limojoch gelangt man schließlich wieder über die Faneshütte und Lavarellahütte zurück nach Pederü, zu seinem Ausgangspunkt aufsteigen.

Es gibt die Möglichkeit, den Weg, der als Abstieg (Südroute) beschrieben ist, auch als Aufstieg zu wählen. Bei der Südroute handelt es sich um einen – im Gegensatz zur Nordseite – etwas leichteren Aufstieg.

Wegbeschreibung ohne Gewähr. Bezüglich der aktuellen Wetterbedingungen und des aktuellen Wegzustandes empfiehlt es sich, unmittelbar vor der Gipfelbesteigung im örtlichen Tourismus-/Informationsbüro nachzufragen.

Die Lavarellahütte

Das Schutzhaus Lavarella befindet sich auf der Klein-Fanes-Alm und damit im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Die Lavarellahütte bietet Übernachtungsmöglichkeiten, sowohl in kleinen Zimmern als auch in Lagern. Die Lavarellahütte liegt auf einer Höhe von 2.040 Metern über dem Meeresspiegel und ist jährlich von Mitte Juni bis Anfang Oktober und von Ende Dezember bis Mitte April geöffnet.

In der Nähe der Lavarellahütte befindet sich eine erst im Jahr 2003 erbaute Kapelle. Die Kapelle heißt „Picia Capela de Fanes“ und wurde dem Heiligen Pater Ujöp Freinademez geweiht.

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Pragser Dolomiten

Neben den Sextener Dolomiten befinden sich auch die Pragser Dolomiten innerhalb der Bezirksgemeinschaft Pustertal.

Die Pragser Dolomiten wurden von der Anerkennung der Dolomiten durch die UNESCO als Weltnaturerbe erfasst und stehen seitdem unter einem ganz besonderen Schutz. Durch die Anerkennung der Dolomiten als Weltnaturerbe wird unter anderem verdeutlicht, dass es sich hier um Berge handelt, welche aufgrund ihrer über Jahrmillionen andauernden Entstehung weltweit einmalig sind. Wer im Gebiet der Pragser Dolomiten seinen Urlaub verbringt, kann hautnah nachvollziehen, weshalb diese Berggruppe einzigartig ist.

Zu den Pragser Dolomiten gehören folgende Berge: Dürrenstein, Herrstein, Kleine Gaisl, Hohe Gaisl, Monte Sella di Sennes, Monte Sella di Vigil, Kleiner Roßkopf und Großer Roßkopf und der Seekofel. Der höchste Berg der Pragser Dolomiten ist mit einer Höhe von 3.148 Metern die Hohe Gaisl.

In der Nähe von Niederdorf führt eine Straße direkt in das Pragser Tal. Bei Prags gabelt sich die Straße und führt rechterhand zum Pragser Wildsee, welcher sich am Fuße des Seekofels befindet, und linkerhand zur Plätzwiese.

Link-Tipp: Berge Bezirksgemeinschaft Pustertal

Sextener Dolomiten

Wer seinen Urlaub im Hochpustertal verbringt, der fährt in das östliche Feriengebiet von Südtirol hauptsächlich wegen der Dolomiten. Hier befinden sich die Sextener Dolomiten. Hält man sich in diesem Gebiet auf, kann man ohne Übertreibung sagen, dass man sich im Herzen der Dolomiten befindet. Sicherlich ist kein anderes Gebiet in Südtirol derart von den „bleichen Bergen“, wie die Dolomiten aufgrund ihres hellen Gesteins oftmals genannt werden, geprägt, wie das Gebiet rund um die Sextener Dolomiten mit den Hauptorten Toblach, Sexten und Innichen. Hier befinden sich auch die weltberühmten Drei Zinnen, welche das bekannteste Bergmassiv nicht nur der Sextener Dolomiten, sondern der gesamten Südtiroler Bergwelt sind.

Zu den Sextener Dolomiten gehören folgende Berge: Drei Zinnen, Dreischusterspitze, Paternkofel, Hochbrunnerschneid, Toblinger Knoten, Dreischusterspitze, Birkenkofel, Haunold, Achter Arzalpenkopf, Neunerkofel, Zehnerkofel/Sextener Rotwand, Elferkofel, Zwölferkofel und der Einserkofel. Die Dreischusterspitze ist mit einer Höhe von 3.145 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg.

Link-Tipp: Berge Bezirksgemeinschaft Pustertal

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