Olang im Pustertal

Olang ist ein Ort im Südtiroler Pustertal (Oberes Pustertal) mit etwa 3.000 Einwohnern. Olang liegt auf einer Höhe von etwa 1.000 Metern über dem Meeresspiegel und besteht aus den vier Fraktionen Oberolang, Niederolang, Mitterolang und Geiselberg.

Die Stadt Bruneck – die einzige Stadt im Südtiroler Pustertal – liegt 18 Kilometer von Olang entfernt, bis nach Toblach sind es ungefähr zwölf Kilometer.

Auf Italienisch heißt Olang Valdaora und auf Ladinisch Valdáura. Mehr als 97 Prozent der Bevölkerung sprechen in Olang Deutsch als Muttersprache, nur knapp über zwei Prozent Italienisch und nur ein geringer Anteil von 0,4 Prozent Ladinisch.

Die Lage von Olang

Olang befindet sich in der Talerweiterung des Oberen Pustertals inmitten der Südtiroler Urlaubsregion Kronplatz und ist daher auch ein idealer Urlaubsort für alle jene, die ihre schönste Zeit des Jahres inmitten der Dolomiten verbringen und ihren Urlaub aktiv und abwechslungsreich gestalten möchten.

Die Fraktionen von Olang liegen herrlich eingebettet zwischen Feldern und grünen Wiesen. Im Norden befindet sich die Rieserfernergruppe und im Süden die Pragser Dolomiten. Olang kann man auch den Ort der sieben Täler nennen. Denn in der unmittelbaren Umgebung befinden sich sieben Täler – das Pragsertal, das Antholzertal, das Ahrntal, das Gadertal, das Gsiesertal, Cortina und natürlich das Pustertal.

Die Geschichte von Olang

Im Traditionsbuch des Hochstifts Brixen wurde erstmals der Ort – damals noch unter Olaga – dokumentiert. Dieses Dokument stammt aus den Jahren zwischen 985 und 993 nach Christus und ist ein Indiz für die lange Geschichte, auf die Olang zurückblicken kann.

Touristische Bedeutung erlangte Olang zum Jahrhundertwechsel vom 19. ins 20. Jahrhundert. Im Jahr 1871 wurde die Pustertaler Eisenbahnlinie gebaut, welche neben einem wirtschaftlichen Aufschwung auch erste touristische Erfolge brachte. Die Anfänge des Tourismus und auch der wirtschaftliche Aufschwung erlitten im Jahr 1904 einen herben Dämpfer. Denn in diesem Jahr wütete ein Feuer in Olang und vernichtete nahezu das gesamte Dorf.

Peter Sigmayr ist ein bekanntes „Kind“ von Olang. Er ging als Freiheitskämpfer in die Geschichte dieses Ortes ein, der ihm mit der nach ihm benannten Peter-Sigmayr-Gedenkkapelle und dem Peter-Sigmayr-Denkmal ein entsprechendes Andenken gewidmet hat.

Olang und der Tourismus

Heute ist Olang ein beliebter und attraktiver Urlaubsort. Die Bedeutung des Fremdenverkehrs von Olang wird umso deutlicher, wenn man sich das Verhältnis der Einwohnerzahl zu den Gästebetten betrachtet. Auf jeden Einwohner kommt in Olang zusätzlich ein Gästebett.

Unterkünfte finden Interessierte in Olang ausreichend. Je nach Geschmack und Anspruch kann zwischen einer reichen Auswahl an Pensionen, Gasthöfen, Ferienwohnungen und Hotels ausgewählt werden.

Im Sommer laden die umliegenden Dolomiten zu zahlreichen Wanderungen, Klettertouren und Ausflügen ein, die Ruhe und Erholung, aber auch unvergessliche Erlebnisse garantieren. Im Winter lädt der Kronplatz, welcher als Hausberg von Olang bezeichnet werden kann, alle Wintersportler ein. Hier stehen mehr als 100 Kilometer bestens präparierte Pisten zur Verfügung. Aber auch Langläufer, Schneeschuhwanderer und Rodler kommen hier voll auf ihre Kosten.

Was das Rodeln betrifft, hat sich Olang einen ganz speziellen Namen gemacht. Mit diesem Sport wird der Ort oft in Verbindung gebracht, da in den 1970er Jahren (erstmals 1971) hier die Weltmeisterschaft der Kunstbahnrodler ausgetragen wurde.

Sport und Sehenswürdigkeiten

Neben dem bereits erwähnten Peter-Sigmayr-Denkmal und der Peter-Sigmayr-Gedenkkapelle sollte man sich als Besucher von Olang in Oberolang die Marienkirche ansehen. Diese Kirche stammte bereits aus dem 15. Jahrhundert, wurde allerdings zuletzt etwa um den Jahrhundertwechsel zum 20. Jahrhundert umgebaut.

Sehenswert sind aber auch die Pfarrkirche und die Kirche zum Heiligen Wolfgang in Niederolang und die Ägidiuskirche in Mitterolang. Letztere wurde im Jahr 1138 nach Christus erbaut.

Neben den sportlichen Möglichkeiten, die die unmittelbare Umgebung von Olang bietet, hat der Ort auch einige Sportanlagen zu bieten. Allen Sportbegeisterten stehen hier zwei Fußballplätze, zwei Tennisplätze und ein öffentliches Freischwimmbad zur Verfügung. Ein Nordic-Walking-Park, ein Trimm-Dich-Pfad, eine Driving-Range für Golfer und ein Beachvolleyball-Feld runden das sportliche Angebot ab.

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Ferienregion Hochpustertal

Das östlichste Feriengebiet innerhalb der Bezirksgemeinschaft Pustertal ist die Ferienregion Hochpustertal. Dieser Teil des Pustertals – des grünen Tales von Südtirol – wird vor allem durch die Dolomiten geprägt. Hier stehen beispielsweise die weltberühmten Drei Zinnen, der Paternkofel oder der Seekofel, an dessen Fuße der Pragser Wildsee liegt. Die Dolomiten werden aufgrund ihres hellen Gesteins auch als die „bleichen Berge“ bezeichnet. Die UNESCO erkannte die Dolomiten aufgrund ihrer Einzigartigkeit als Weltnaturerbe an.

Wer seinen Urlaub im Hochpustertal verbringt, kann diesen inmitten des Herzens der Dolomiten genießen. Das Hochpustertal wird von den Dolomiten maßgeblich geprägt und bietet eindrucksvolle Wander- und Kletterrouten an. Dass es sich bei diesem Teil von Südtirol um eine besonders schützenswerte Landschaft handelt zeigt sich schon an der Tatsache, dass sich hier mit dem Naturpark Drei Zinnen (hier früher: Naturpark Sextener Dolomiten) und dem Naturpark Fanes-Sennes-Prags gleich zwei Naturparke befinden.

Im Feriengebiet Hochpustertal liegen die bekannten Urlaubsorte Innichen, Toblach, Niederdorf, Sexten und Pragser Tal.

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Ferienregion Tauferer Ahrntal

Das Tauferer Ahrntal ist das nördlichste Tal in Südtirol und besteht eigentlich aus zwei Tälern – dem Tauferer Tal und dem Ahrntal. Das Tauferer Tal erstreckt sich von Bruneck bis nach Sand in Taufers. Das Ahrntal beginnt bei Sand in Taufers und erstreckt sich bis zur Staatsgrenze nach Österreich.

Die Beliebtheit der Ferienregion Tauferer Ahrntal ist auf die Berge zurückzuführen, die sich hier befinden. Mehr als 80 Gipfel haben hier eine Höhe von mehr als 3.000 Metern über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung ist mit einer Höhe von 3.499 Metern die Dreiherrenspitze.

In der Ferienregion Tauferer Ahrntal liegen die Urlaubs- bzw. Ferienorte Sand in Taufers, Prettau, Ahrntal und Mühlbach-Leppach. Darüber hinaus befindet sich in der Ferienregion der Naturpark Rieserferner-Ahrn. Der Naturpark, der seinen Namen von der Rieserfernergruppe erhalten hat, hat eine Größe von zirka 32 Hektar und ist damit Südtirols zweitgrößter Naturpark.

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Ferienregion Kronplatz

Einer der bekanntesten Dolomitengipfel Südtirols ist der Kronplatz. Der Kronplatz hat eine Höhe von 2.257 Meter über dem Meeresspiegel und hat der Ferienregion Kronplatz ihren Namen gegeben.

Vor allem Wintersportlern ist die Ferienregion Kronplatz ein Begriff. Hier finden Skifahrer und Snowboarder ein Paradies vor. Nicht umsonst machen die Hänge des Kronplatzes diesen zu einem der beliebtesten und größten Skigebiete von ganz Südtirol.

In der Ferienregion Kronplatz befinden sich mit den Naturpark Fanes-Sennes-Prags, dem Naturpark Puez-Geisler und dem Naturpark Rieserferner Ahrn gleich drei Naturparke, welche für die Urlauber und Feriengäste einmalige Ausflugsziele bieten und besten Erholungswert garantieren.

In der Ferienregion Kronplatz liegen folgende Gemeinden und Urlaubsorte: Olang, Antholzertal, Gsiesertal, Kiens, Pfalzen, Rasen im Antholzertal, Gais-Uttenheim, Terenten, Sankt Vigil in Enneberg, Welsberg-Taisten, Sankt Martin in Thurn, Percha und Sankt Lorenzen und die Stadt Bruneck.

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Ferienregion Hochabtei/Alta Badia

Eine Ferienregion des Pustertals ist die Ferienregion Hochabtei/Alta Badia. Diese Ferienregion befindet sich im südlichen Gadertal. Da diese Gegend ladinischen Ursprungs ist und diese Sprache in den Gemeinden auch heute noch gesprochen wird, ist die Ferienregion Hochabtei meist unter deren ladinischen Bezeichnung „Alta Badia“ bekannt („Hochabtei“ heißt auf Ladinisch „Alta Badia“).

Geographisch liegt Alta Badia im Südosten von Südtirol. Das Fassatal, Cortina, das Pustertal und das Grödner Tal grenzen an Alta Badia an. Im Feriengebiet Hochabtei/Alta Badia liegen die Orte Abtei, Wengen und Corvara.

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