Ahrntal, die Südtiroler Gemeinde

Die Gemeinde Ahrntal befindet sich im nördlichen Italien, genauer gesagt in Südtirol und, wie man sich denken kann, verdankt das Taufer Ahrntal der Gemeinde auch seinen Namen. Dieses Tal gehört als größtes Seitental des Pustertals zu den schönsten Tälern des kleinen Ferienlandes und befindet sich am südlichen Rand der Zillertaler Alpen. Es ist seiner Größe und seinem Bekanntheitsgrad geschuldet, dass das Ahrntal unter den Südtirolern hauptsächlich als das Tal oder „Toul“ im Dialekt bezeichnet wird.

Mit der Engstelle des Flusses Ahr (er hat der Gemeinde und dem Tal seinen Namen gegeben) hinter Sand in Taufers beginnt das Gemeindegebiet Ahrntal und endet in Prettau. An der Entstelle der Ahr thront die Burg Taufers.

Der Hauptort der Gemeinde Ahrntal ist Steinhaus. Zusätzlich gehören noch folgende Fraktionen zum Gemeindegebiet: Weißenbach, Luttach, St. Jakob, St. Johann und St. Peter. In der Gemeinde leben ca. 5.900 Menschen. 98 Prozent davon sind Deutschsprachige. Dies ist ein angenehmer Nebenaspekt für deutschsprachige Urlauber.

Die Geschichte der Gemeinde Ahrntal

Vor vielen Jahrtausenden bereits haben sich laut Aufzeichnungen Menschen in diesem Raum aufgehalten. Schon 8000 bis 6000 Jahre vor Christi Geburt müssen sich dort Menschen befunden haben, was man aufgrund des Fundes eines Jägerrastplatzes am Kammerljoch weiß. Die Besiedlung des Ahrntales fand in der Bronzezeit statt und ging vom Brunecker Becken aus. Die Wallburgen des Piperbühles in St. Peter zeugen noch heute davon.

Geboren wurde die Gemeinde Ahrntal 1929. Bis dahin waren Luttach, Weißenbach, St. Johann, St. Jakob, St. Peter und Prettau selbstständige Gemeinden. Der Zusammenschluss zur Gemeinde Ahrntal erfolgte durch ein königliches Dekret. Schon 1957 wurde Prettau wieder eine eigenständig und ist bis zum heutigen Tag die Nachbargemeinde von Ahrntal.

Sehenswertes

Um das Gemeindegebiet befindet sich eine wahre Schatzkammer an Dreitausendern und zwar mehr als 80. Zu dieser atemraubenden Bergwelt zählen die Zillertaler Alpen im Norden, der Hochfeiler, Großer Loffler und der Schwarzenstein. Für folgende Sehenswürdigkeiten sollte sich der Besucher Zeit nehmen:

Das Bergbaumuseum Steinhaus

Im Kornkasten von Steinhaus befindet sich das Südtiroler Bergbaumuseum. Gemeinsam mit dem Schaubergwerk Prettau thematisiert das Museum den einst in diesem Gebiet betriebenen Kupferabbau. Wer die Welt des Bergbaus mit seiner schweren körperlichen Arbeit nicht kennt, sollte auf jeden Fall Museum und Schaubergwerk besichtigen.

Das Bergbaumuseum gibt es schon seit dem Jahr 2000 und gehört zu dem Südtiroler Landesbergbaumuseum. Die meisten Ausstellungsobjekte stammen aus den Sammlungen des Grafen von Enzenberg, die ausschließlich den Bereich Bergbau betreffen.

Mineralienmuseum

Über 1.000 Mineralien kann der Besucher im Mineralienmuseum in Steinhaus besichtigen. Diese Schätze sind ca. 30 Millionen Jahre alt und entstanden in den Zillertaler Alpen und den Hohen Tauern.

Die Ostalpen haben eine besondere geologische Zusammensetzung und laden damit regelrecht dazu ein, die Mineralien zu sammeln und auszustellen. In der Gegend des Ahrntals hat dies deshalb schon eine lange Tradition.

Das Mineralienmuseum besitzt fünf Schauräume, die auf 300 Quadratmetern verteilt sind. Wie viel Mühe sich die Aussteller geben, zeigt sich daran, dass jedes Stück einzeln beschriftet wird. Um das Wissen der Besucher über die Mineralien noch zu vertiefen, wird noch 15-minütiger Film über deren Entstehung und Sammlung gezeigt.

Sie finden das Museum zwischen Steinhaus und St. Johann an der Hauptstraße des Ahrntals.

Krippenmuseum Maranatha, Luttach

Im Jahr 2000 eröffnete das „Maranatha“ in Luttach und wurde seit dieser Zeit mehrmals erweitert. Dabei handelt es sich nicht nur um einen reinen Ausstellungsort, sondern der Besucher darf auch hier etwas über dem christlichen Glauben und die Kraft und Hoffnung, die nur die Botschaft des Evangeliums geben kann, erfahren.

Neben Grippen aus der heutigen und damaligen Zeit hat das Museum seinen ganz besonderen Schatz. Auf 70 Quadratmetern unter einem Sternenhimmel kann sich der Besucher in der begehbaren Grippe aufhalten. Die lebensgroßen Figuren machen das Ganze noch authentischer.

Western Horse Ranch, Luttach

Dabei handelt es sich um Herberts Reitstall in Moar zu Pirk 31, Luttach. Falls Sie ein Pferdefreund und abenteuerlustig sind, finden Sie hier alles, was ihr Herz begehrt.

Oberkofler-Museum, St. Johann

Dieses Museum befindet sich im Mesnerhaus in St. Johann. Dort werden Bücher und Bilder von zwei Persönlichkeiten aus der Publizistik und Lyrik ausgestellt, Joseph Georg Oberkofler (1889 bis 1962) und Johann Baptist (1895 bis 1969). Der Gedanke, der Öffentlichkeit einen Einblick in die Werke der Beiden zu geben, ließ dieses Museum entstehen.

Die Eröffnung des Museums war nur durch fachkundige Anleitung und helfende Hände möglich. Die Unterstützer waren und sind Dr. Karl Wolfsgruber als Landeskonservator und Direktor des Brixener Diözesenmuseums, die Schützenkompanie St. Johann, die Gemeinde Ahrntal und die Landesregierung.

Um das Museum zu besichtigen, muss vorher ein Termin vereinbart werden.

Der Ferienort

In der Gemeinde Ahrntal mit ihren 5.400 Gästebetten spielt der Tourismus inzwischen die tragende Rolle. Es werden pro Jahr mehr als 430.000 Übernachtungen registriert. Dabei sind die Unterbringungsmöglichkeiten so vielseitig, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Natürlich versteht es sich fast von selbst, dass das Gemeindegebiet Ahrntal mit seiner hervorragenden Lage inmitten der Südtiroler Bergwelt ein prima Ausgangspunkt für sämtliche Freizeitaktivitäten ist. Der Naturpark Rieserferner-Ahrn bietet im Sommer die ideale Plattform für das Wandern, Klettern, Radfahren und vieles mehr. Die Besonderheit des Ahrntals sind seine über 50 bewirtschafteten Almen; davon manche auch im Winter.

In der kalten Jahreszeit macht der Urlaub im Ahrntal mindestens genauso viel Spaß wie im Rest des Jahres. Die beiden Skigebiete Klausberg und Speikboden sorgen dafür, dass Wintersportfreunde so richtig auf ihre Kosten kommen. Mit Loipen, Rodelbahnen und guten Pisten hat der Urlauber alles, was er für einen gelungen Winterurlaub braucht.

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Ferienregion Hochpustertal

Das östlichste Feriengebiet innerhalb der Bezirksgemeinschaft Pustertal ist die Ferienregion Hochpustertal. Dieser Teil des Pustertals – des grünen Tales von Südtirol – wird vor allem durch die Dolomiten geprägt. Hier stehen beispielsweise die weltberühmten Drei Zinnen, der Paternkofel oder der Seekofel, an dessen Fuße der Pragser Wildsee liegt. Die Dolomiten werden aufgrund ihres hellen Gesteins auch als die „bleichen Berge“ bezeichnet. Die UNESCO erkannte die Dolomiten aufgrund ihrer Einzigartigkeit als Weltnaturerbe an.

Wer seinen Urlaub im Hochpustertal verbringt, kann diesen inmitten des Herzens der Dolomiten genießen. Das Hochpustertal wird von den Dolomiten maßgeblich geprägt und bietet eindrucksvolle Wander- und Kletterrouten an. Dass es sich bei diesem Teil von Südtirol um eine besonders schützenswerte Landschaft handelt zeigt sich schon an der Tatsache, dass sich hier mit dem Naturpark Drei Zinnen (hier früher: Naturpark Sextener Dolomiten) und dem Naturpark Fanes-Sennes-Prags gleich zwei Naturparke befinden.

Im Feriengebiet Hochpustertal liegen die bekannten Urlaubsorte Innichen, Toblach, Niederdorf, Sexten und Pragser Tal.

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Ferienregion Tauferer Ahrntal

Das Tauferer Ahrntal ist das nördlichste Tal in Südtirol und besteht eigentlich aus zwei Tälern – dem Tauferer Tal und dem Ahrntal. Das Tauferer Tal erstreckt sich von Bruneck bis nach Sand in Taufers. Das Ahrntal beginnt bei Sand in Taufers und erstreckt sich bis zur Staatsgrenze nach Österreich.

Die Beliebtheit der Ferienregion Tauferer Ahrntal ist auf die Berge zurückzuführen, die sich hier befinden. Mehr als 80 Gipfel haben hier eine Höhe von mehr als 3.000 Metern über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung ist mit einer Höhe von 3.499 Metern die Dreiherrenspitze.

In der Ferienregion Tauferer Ahrntal liegen die Urlaubs- bzw. Ferienorte Sand in Taufers, Prettau, Ahrntal und Mühlbach-Leppach. Darüber hinaus befindet sich in der Ferienregion der Naturpark Rieserferner-Ahrn. Der Naturpark, der seinen Namen von der Rieserfernergruppe erhalten hat, hat eine Größe von zirka 32 Hektar und ist damit Südtirols zweitgrößter Naturpark.

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Ferienregion Kronplatz

Einer der bekanntesten Dolomitengipfel Südtirols ist der Kronplatz. Der Kronplatz hat eine Höhe von 2.257 Meter über dem Meeresspiegel und hat der Ferienregion Kronplatz ihren Namen gegeben.

Vor allem Wintersportlern ist die Ferienregion Kronplatz ein Begriff. Hier finden Skifahrer und Snowboarder ein Paradies vor. Nicht umsonst machen die Hänge des Kronplatzes diesen zu einem der beliebtesten und größten Skigebiete von ganz Südtirol.

In der Ferienregion Kronplatz befinden sich mit den Naturpark Fanes-Sennes-Prags, dem Naturpark Puez-Geisler und dem Naturpark Rieserferner Ahrn gleich drei Naturparke, welche für die Urlauber und Feriengäste einmalige Ausflugsziele bieten und besten Erholungswert garantieren.

In der Ferienregion Kronplatz liegen folgende Gemeinden und Urlaubsorte: Olang, Antholzertal, Gsiesertal, Kiens, Pfalzen, Rasen im Antholzertal, Gais-Uttenheim, Terenten, Sankt Vigil in Enneberg, Welsberg-Taisten, Sankt Martin in Thurn, Percha und Sankt Lorenzen und die Stadt Bruneck.

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Ferienregion Hochabtei/Alta Badia

Eine Ferienregion des Pustertals ist die Ferienregion Hochabtei/Alta Badia. Diese Ferienregion befindet sich im südlichen Gadertal. Da diese Gegend ladinischen Ursprungs ist und diese Sprache in den Gemeinden auch heute noch gesprochen wird, ist die Ferienregion Hochabtei meist unter deren ladinischen Bezeichnung „Alta Badia“ bekannt („Hochabtei“ heißt auf Ladinisch „Alta Badia“).

Geographisch liegt Alta Badia im Südosten von Südtirol. Das Fassatal, Cortina, das Pustertal und das Grödner Tal grenzen an Alta Badia an. Im Feriengebiet Hochabtei/Alta Badia liegen die Orte Abtei, Wengen und Corvara.

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