Idylle auf dem Schlossberg

Bruneck, Hauptort des malerisch gelegenen Südtiroler Pustertales, bildet die nähere Kulisse für das Schloss Bruneck. Dieses erwartet seine Gäste auf dem Schloss und ermöglicht einen Blick in die Weiten des Pustertales.

Geschichte des Schlosses Bruneck

Eine turbulente Zeit brach an, als Kaiser Friedrich II. in der Mitte des 13. Jahrhunderts verstorben war. Und so begannen Territorialfürsten, die damals an der Macht waren, mit der Einnahme von Gebieten. Sie konzentrierten sich dabei besonders auf die Region um die Kirche. Das damalige Oberhaupt der Kirche war Bischof Bruno von Kirchberg. Dessen Verwaltungssitz lag im Pustertaler Auhofen, was jedoch keinen Schutz bot. So begannen auf seine Intention im Jahr 1251 die Errichtungsmaßnahmen für die Burg auf dem heutigen Schlossberg, der schon damals einen guten Blick über das Tal bot. Zur gleichen Zeit wurde, ebenfalls auf Intention des Bischofs, mit dem Aufbau einer Stadt zu Füßen des Berges begonnen. Damals wurde vom Markt Bruneck gesprochen. Noch vor dem Ende der Bauarbeiten im Jahr 1288 wurde die Burg Bruneck im Februar 1276 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Nur ein Jahrhundert später begannen Erweiterungsbauarbeiten an der Burg, die durch den Bischof Albert von Enn geleitet wurden. Die nunmehr von einer Zwingermauer umgebene Burg sollte im 15. Jahrhundert einen starken Ausbau der Befestigungen sowie der Wehranlagen erleben. Zu sehen waren an der Burg unter anderem auch Schießscharten, welche aber immer enger wurden. Verantwortlich für den erneuten Ausbau war Fürstbischof Georg Golser. Der im Süden befindlich Torbereich wurde durch Pechnasen geschützt.

Für weitere Baumaßnahmen an der Burg, dem Umbau zu einem Wohnschloss, war Fürstbischof Christoph von Schroffenstein in den ersten Jahren des kommenden Jahrhunderts verantwortlich. Bei diesen Baumaßnahmen wurde von der einstigen Bauweise Abstand genommen.

Bevor jetzt das Schloss jetzt seine Wiedereröffnung erlebt, war es einst des Öfteren eine Notunterkunft, wenn Schulen unter Platzmangel litten. Dann erfolgte die Überlassung des Schlosses zur Nutzung an Bruneck.

Neue Zeiten für Schloss Bruneck

In wenigen Wochen wird Schloss Bruneck in neuem Glanz erscheinen. Dieses ist nämlich ein wichtiger Standort innerhalb des Museumsprojektes in Südtirol, das von dem bekannten Extrembergsteiger Reinhold Messner getragen wird. Angeboten wurde es ihm durch die Stadtgemeinde von Bruneck.

Zu dem Projekt des Bergmuseums gehören insgesamt fünf Standorte. Nachdem inzwischen das Zentrum MMM Firmian eröffnet wurde, folgten drei Satelliten MMM Juval, MMM Dolomites und MMM Ortles.

Nun wird im Frühjahr 2010 der Standort MMM Ripa eröffnet, der sich auf Schloss Bruneck befindet. Gestaltet wird hierbei ein Museum, das sich interaktiv präsentiert. Damit haben verschiedenste Bergvölker aus der ganzen Welt und die Bevölkerung der um die Museen liegenden Ortschaften die Möglichkeiten, sich über Zeiten und Erfahrungen zu unterhalten. So werden beispielsweise Sherpas und Indios in den Wochen eines Sommers ihren Aufenthalt auf dem Schloss haben. Das Leben der verschiedensten Bergvölker rückt durch diesen Austausch an Informationen etwas näher.

Es ergibt sich mit dieser Eröffnung durch das Museum das komplette Netz an Museen, das auch auf den Wegen zueinander zahlreiche neue Eindrücke bietet.

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