Drei Zinnen

Die Drei Zinnen in den Sextener Dolomiten

Die Drei Zinnen zählen zweifelsohne zu den bekanntesten Bergen der ganzen Welt. Dabei handelt es sich um einen Gebirgsstock, welcher ein unverwechselbares Aussehen hat. Ihren Namen haben die Drei Zinnen, welche auf Italienisch Tre Cime di Lavaredo genannt werden, aufgrund ihrer drei mächtigen Gebirgsstöcke erhalten. Doch tatsächlich besteht der Gebirgsstock der Drei Zinnen aus mehreren Felsentürmen. Insgesamt kann man – wenn auch kleinere – sechs Zinnen zählen.

Große Zinne – Cima Grande

Die mittlere Zinne ist die mächtigste und höchste zugleich. Dies ist die Große Zinne (auf Italienisch: Cima Grande) und hat eine Höhe von 2.999 Metern über dem Meeresspiegel. Die Große Zinne wurde erstmals am 21.08.1869 bestiegen. Als Erstbesteiger gilt Paul Grohmann. Paul Grohmann gilt von mehreren bekannten und bedeutenden Bergen Südtirols als Erstbesteiger. Er hatte auch den bekannten Langkofel auf der Seiser Alm als erster bestiegen. Ein Berg nahe dem Langkofel wurde nach Paul Grohmann benannt, nämlich die Grohmannspitze. Paul Grohmann bestieg die Große Zinne über den Normalweg. Emilio Comici war es, der als erster die Große Zinne im Jahr 1933 über die legendäre Nordwand bestieg.

Vor allem die steile, etwa 500 Meter senkrechte Felsenwand macht die Große Zinne zu einem imposanten Felsenturm und zählt daher mit den großen Nordwänden der Alpen. Die Große Zinne hat allerdings keine Eispassagen.

Die Große Zinne steht zwischen der Westlichen Zinne und der Kleinen Zinne.

Westliche Zinne – Cima Ovest

Neben der Großen Zinne steht die Westliche Zinne (auf Italienisch: Cima Ovest), welche eine Höhe von 2.973 Metern über dem Meeresspiegel hat. Damals wurde die Westliche Zinne auch Vordere Zinne oder Landroer Zinne genannt. Von ihrer Form her ist die Westliche Zinne mit der Großen Zinne zu vergleichen.

Kleine Zinne – Cima Piccola

Die Kleine Zinne hat immerhin noch eine Höhe stolzen 2.857 Metern über dem Meeresspiegel und wird auf Italienisch Cima Piccola genannt. Im Gegensatz zu ihren „großen Schwestern“ ist die Kleine Zinne im Gipfelaufbau relativ schlank.

Neben der Großen, Westlichen und Kleinen Zinne gibt es noch die Kleinste Zinne (auf Italienisch: Cima Piccolissima), den Preußturm (auf Italienisch: Torre Preuß) und die Punta di Frida. Die Kleinste Zinne und der Preußtum haben eine Höhe von 2.700 Metern, die Punta di Frida eine Höhe von 2.792 Metern.

Vor dem Preußturm, der nach seinem Erstbesteiger Paul Preuß (dieser bestieg diesen Felsenturm im Jahr 1928) benannt wurde, befindet sich noch die Allerkleinste Zinne (Torre Minor), die meist als Vorbau des Preußturms gesehen wird. Ein weiterer Vorgipfel an der südlichen Seite der Kleinen Zinne ist die Anticima.

Drei Zinnen Weltnaturerbe

Die einmalige Architektur der Drei Zinnen, die über mehrere Jahrmillionen entstanden sind, trug einen enormen Teil dazu bei, dass die Dolomiten im Juni 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt wurden. Durch diese Auszeichnung erhielten die Dolomiten und somit auch die Drei Zinnen die höchste Auszeichnung weltweit, die eine Naturstätte je erhalten kann – s. auch: Dolomiten sind Weltnaturerbe.

Die einmalige Berglandschaft in der Umgebung der Drei Zinnen und der außergewöhnliche Gebirgsstock machen die Drei Zinnen zu einem der beliebtesten Ziele für Kletterer im gesamten Alpenraum. Ihren besonderen Reiz haben die Drei Zinnen dadurch, dass diese durch viele Routen „erklettert“ werden können, wobei die verschiedenen Kletterrouten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen.

Doch nicht nur von Kletterern werden die Drei Zinnen gerne aufgesucht. Ihre Popularität haben sie auch bei Wanderern. Neben dem enormen Bekanntheitsgrad der Drei Zinnen trägt deren Erreichbarkeit einen großen Teil zu dem Massentourismus mit bei. Der große Teil der Touristen nehmen die Straße, welche vom Misurinasee zum Parkplatz der Drei Zinnen führt. Bei der Straße handelt es sich um eine Mautstraße. Vom Parkplatz aus kann man einen bequemen Weg, an der Auronzohütte vorbei, bis zur Drei Zinnen-Hütte gehen. Von hier aus hat man einen hervorragenden Blick auf die Nordwände der Drei Zinnen und sie zeigen sich so, wie sie auf unzähligen Fotos und Plakaten für das ganze Land Südtirol werben.

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Pragser Dolomiten

Neben den Sextener Dolomiten befinden sich auch die Pragser Dolomiten innerhalb der Bezirksgemeinschaft Pustertal.

Die Pragser Dolomiten wurden von der Anerkennung der Dolomiten durch die UNESCO als Weltnaturerbe erfasst und stehen seitdem unter einem ganz besonderen Schutz. Durch die Anerkennung der Dolomiten als Weltnaturerbe wird unter anderem verdeutlicht, dass es sich hier um Berge handelt, welche aufgrund ihrer über Jahrmillionen andauernden Entstehung weltweit einmalig sind. Wer im Gebiet der Pragser Dolomiten seinen Urlaub verbringt, kann hautnah nachvollziehen, weshalb diese Berggruppe einzigartig ist.

Zu den Pragser Dolomiten gehören folgende Berge: Dürrenstein, Herrstein, Kleine Gaisl, Hohe Gaisl, Monte Sella di Sennes, Monte Sella di Vigil, Kleiner Roßkopf und Großer Roßkopf und der Seekofel. Der höchste Berg der Pragser Dolomiten ist mit einer Höhe von 3.148 Metern die Hohe Gaisl.

In der Nähe von Niederdorf führt eine Straße direkt in das Pragser Tal. Bei Prags gabelt sich die Straße und führt rechterhand zum Pragser Wildsee, welcher sich am Fuße des Seekofels befindet, und linkerhand zur Plätzwiese.

Link-Tipp: Berge Bezirksgemeinschaft Pustertal

Sextener Dolomiten

Wer seinen Urlaub im Hochpustertal verbringt, der fährt in das östliche Feriengebiet von Südtirol hauptsächlich wegen der Dolomiten. Hier befinden sich die Sextener Dolomiten. Hält man sich in diesem Gebiet auf, kann man ohne Übertreibung sagen, dass man sich im Herzen der Dolomiten befindet. Sicherlich ist kein anderes Gebiet in Südtirol derart von den „bleichen Bergen“, wie die Dolomiten aufgrund ihres hellen Gesteins oftmals genannt werden, geprägt, wie das Gebiet rund um die Sextener Dolomiten mit den Hauptorten Toblach, Sexten und Innichen. Hier befinden sich auch die weltberühmten Drei Zinnen, welche das bekannteste Bergmassiv nicht nur der Sextener Dolomiten, sondern der gesamten Südtiroler Bergwelt sind.

Zu den Sextener Dolomiten gehören folgende Berge: Drei Zinnen, Dreischusterspitze, Paternkofel, Hochbrunnerschneid, Toblinger Knoten, Dreischusterspitze, Birkenkofel, Haunold, Achter Arzalpenkopf, Neunerkofel, Zehnerkofel/Sextener Rotwand, Elferkofel, Zwölferkofel und der Einserkofel. Die Dreischusterspitze ist mit einer Höhe von 3.145 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg.

Link-Tipp: Berge Bezirksgemeinschaft Pustertal

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