Stiftung Weltnaturerbe Dolomiten

Stiftung „Dolomit-Dolomiten-Dolomites-Dolomitis Unesco“

Etwa ein Jahr, nachdem die Dolomiten von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt wurden, vermeldete der Südtiroler Umweltlandesrat, Herr Michl Laimer, dass die erste Auflage erfüllt ist. Es wurde in Belluno die Stiftung „Dolomit-Dolomiten-Dolomites-Dolomitis Unesco“ errichtet. Diese Stiftung ist seit dem 13.05.2010 bereits aktiv. Nun müssen die zwei weiteren Auflagen erfüllt werden, die die Unesco den Weltnaturerbegebieten mit der Ernennung der Dolomiten als Weltnaturerbe auferlegt hat. Bis Juni 2011 muss für das gesamte Welterbegebiet ein Managementplan erarbeitet werden. Zudem muss eine Strategie erarbeitet werden, die die nachhaltige touristische Entwicklung des Gebietes regelt.

Die Dolomiten wurden nicht vollständig als Weltnaturerbe anerkannt, da diese touristisch bereits zu sehr erschlossen sind. So wurden beispielsweise der bekannte Lang- und Plattkofel, welcher sich östlich der Seiser Alm befindet und das Sellagebirge nicht als Weltnaturerbe anerkannt. Hingegen ist mit den nördlichen Dolomiten ein großer „Block“ der bleichen Berge, welche vom Pustertal – insbesondere vom Hochpustertal – erreicht werden können bzw. sich hier befinden, als Weltnaturerbe anerkannt worden. Als Beispiel sind hier die Drei Zinnen zu nennen, deren Große Zinne sich auf dem Gemeindegebiet von Toblach befindet.

Der Nobelpreis für die Dolomiten

Landesrat Laimer zog am 25. Juni 2010 eine erste Bilanz, nachdem die Anerkennung der Dolomiten als Weltnaturerbe sich zum ersten Mal jährte. Dabei verglich er die Aufnahme der Dolomiten in die Liste des Weltnaturerbes als Auszeichnung mit einem Nobelpreis. Aber die Anerkennung als Weltnaturerbe bringt für die beteiligten Regionen auch eine große Herausforderung. Denn schließlich sollen auch die kommenden Generationen die Dolomiten genießen. Daher gilt es, diese zu erhalten und von dem zu erwartenden Touristenboom zu schützen. Derzeit geht man davon aus, dass zirka 35 Millionen Touristen aus der gesamten Welt die Dolomiten aufgrund der Anerkennung als Weltnaturerbe aus der Nähe erleben möchten. Darauf muss das gesamte Welterbegebiet eine Antwort geben.

Um die Dolomiten in Würde, mit Respekt und mit Ruhe erlebbar zu machen, müssen insbesondere in Sachen Mobilität neue Konzepte geschaffen werden. Diese Konzepte werden auch einen Qualitätssprung mit sich bringen. Angedacht ist indes, dass auf den Dolomitenpässen eine Entschleunigung stattfindet, mit denen die Ziele erreicht werden können. So können beispielsweise die Passstraßen nur zu bestimmten Zeitfenstern für den Verkehr offenstehen.

Mit der Auszeichnung der Dolomiten ist auch eine bestimmte Verantwortung für die beteiligten Regionen verbunden. Denn wird ein Gebiet besonders beeinträchtigt, wird dieses auf eine rote Liste gesetzt. Die Verantwortlichen müssten laut Laimer ein besonderes Augenmerk auf das Marmolada-Gebiet und den Südteil der Drei Zinnen haben.

Weltnaturerbe wird bekannter gemacht

Um das Weltnaturerbe Dolomiten noch bekannter zu machen, sind eine Reihe an Maßnahmen geplant, die demnächst umgesetzt werden. So wird es eine Ausstellung und Informationsveranstaltungen zum Weltnaturerbe geben. Aber auch eine neue Broschüre und neue Schilder wird es geben. Ein Logo soll das Welterbe Dolomiten ebenfalls bekommen; hierzu wird eigens ein eigener Wettbewerb durchgeführt.

Wie selten bzw. wertvoll die Anerkennung der Dolomiten als Weltnaturerbe ist, zeigt sich schon daran, dass weltweit lediglich 176 Naturerbegüter als Weltnaturerbe anerkannt wurden. In Italien gibt es nur zwei Weltnaturerbegüter – die Dolomiten sind eines davon.

Um die Dolomiten und damit das Weltnaturerbe einmal live zu erleben, empfiehlt sich ein Urlaub im Pustertal. Insbesondere die Hauptorte des Hochpustertals Sexten, Innichen, Toblach, Niederdorf sind ideale Ausgangepunkte für Wander- und Klettertouren in die Dolomiten.

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